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Durchbruch bei der Dosisreduktion von 3D-DVTs

planmecaPlanmeca stellt ein neues Bildberechnungsverfahren vor, das 3D-DVT-Röntgenaufnahmen mit erheblich reduzierter Dosis erlaubt, ohne die Detailauflösung zu verschlechtern. Die erzielte Dosisreduktion erlaubt Aufnahmen mit einer Strahlendosis, die vergleichbar mit herkömmlichen digitalen Panorama-Aufnahmen sind oder sogar darunter liegen. Aus Sicht der Strahlenhygiene spricht somit nichts mehr gegen die 3D-DVT, aus Sicht der diagnostischen Sicherheit hingegen mehr denn je dafür.

Mit dem Ultra Low Dose Modus sind zum Beispiel chirurgische Planungen, Verlaufskontrollen und die Lokalisation retinierter oder verlagerter Zähne möglich. Aber auch Gesichtsasymmetrien und kephalometrische Bezugspunkte können definiert werden. Selbst aussagefähige Sinus-Bildgebung oder Messungen der Luftwege in der HNO-Diagnostik sind machbar.

Neue intelligente Rekonstruktionsalgorithmen
Basis des ULD-Protokolls sind neue intelligente Rekonstruktionsalgorithmen, welche die Bildqualität radikal erhöhen. Der Planmeca AINO™ 3D Noise Filter sorgt dabei für Rauscharmut bei gleichzeitiger Darstellung auch feinster Details, der Planmeca ARA™ Artefakt-Entfernungsalgorithmus für klare Bilder. So konnte der für die Dosis relevante Röhrenstrom auf 1 mA gesenkt werden, ohne Kompromisse bei der Bildqualität eingehen zu müssen.
Zum Vergleich: Ein Intraoralgerät benötigt für die Aufnahme 6 bis 7 mA!

Die effektive Dosis eines herkömmlichen digitalen Panorama-Röntgens liegt im Bereich von ca. 15 bis 20 µSv – das entspricht einer natürlichen Hintergrundstrahlung von 4,5 bis 6 Tagen. Die Dosiswerte, die durch das ULD-Verfahren erreicht werden, liegen je nach Volumen und Auflösung zwischen 4 (!) und 21 µSv.
Das ULD-Protokoll ist kompatibel mit allen Promax Modellen.

Dosisreduktion unabhängig von der Voxelgröße
Ein weiterer Vorteil ist, dass das ULD-Protokoll unabhängig von der Voxelgröße, also der eingestellten Auflösung angewendet werden kann. So wird eine deutliche Dosisreduktion bei allen Einstellungs-Parametern, so auch in der High Definition Stufe, erreicht. Das macht das Gerät besonders für die Endodontie geeignet, wo bei kleinen Volumina und höchster Auflösung eine hervorragende diagnostische Aussagekraft bei geringster Dosis erzielt wird.

Planmeca ProMax 3D s mit Endo-Modul
Das All-in-One-Gerät Planmeca ProMax 3Ds mit dem neuen Endo-Modul kombiniert DVT-Bildgebung, Panorama-Bildgebung, kephalometrische Bildgebung und 3D-Gesichtsfoto für eine optimale Behandlungsplanung.
Durch die Volumengrößen von 50 x 50 mm und 50 x 80 mm sowie die Auflösung von 75 µm werden periapikale Pathologien, Wurzelanomalien und Wurzelverläufe genau dargestellt. Auch hier wird das Ultra-Low-Dose-Protokoll eingesetzt und ermöglicht die DVT-Bildgebung mit geringerer Strahlendosis als bei der traditionellen 2D-Panorama-Bildgebung. Die effektive Patientendosis liegt bei 14,4 µSv.

 

Kommentar von Chefredakteur Robert Simon:

Was spricht noch gegen die 3D-DVT?

Mit der Dosisreduktion durch das ULD-Protokoll auf das Niveau herkömmlicher digitaler 2D-Panoramaröntgen-Aufnahmen ist ein wichtiges Argument gegen die 3D-DVT gefallen. Wären da nicht noch der Preis – und manchmal auch forensische Bedenken.

So hält sich teilweise hartnäckig das Gerücht, dass 3D-DVT-Aufnahmen vor allem bei großen Volumina die Gefahr rechtlicher Konsequenzen wegen übersehener Nebenbefunde in sich bergen.
Diese Bedenken greifen nicht, wie Prof. Porteder in einem Interview mit dem dental journal klargestellt hat: „Es ist ausjudiziert, dass der Zahnarzt (nicht der MKG) nur innerhalb der anatomischen Grenzen des Kiefers befunden muss… Nebenbefunde innerhalb dieses Areals musste er auch bisher schon erfassen“ – mit dem Unterschied, dass Nebenbefunde im 3D-DVT wesentlich leichter zu erkennen sind.

Bleiben noch die Anschaffungskosten.
Zunächst sollte man sich klar werden, welches maximales Aufnahmevolumen vonnöten ist – genügen 5×8 cm, so ist man beim Planmeca ProMax 3Ds mit Endo-Modul und ULD-Protokoll bereits ab ca. € 55.000,- inkl. Mehrwertsteuer dabei.
Immer noch viel Geld, aber weit entfernt von den Schreckenszahlen der Anfangszeit der DVT-Ära. Wenn man bedenkt, dass Panorama-Spitzengeräte noch vor einigen Jahren gar nicht so viel billiger waren und wenn man weiter bedenkt, wie viel mehr man an diagnostischer Sicherheit gewinnt, so erscheinen Mehrwert und Mehrpreis von aktuellen DVT-Geräten in einem fairen Verhältnis.

Wenn 2D-Panoramageräte ebenfalls einem erheblichen Preisverfall unterliegen, sollte man sich fragen, warum das so ist: Sie können aus diagnostischer Sicht nicht mithalten und haben nun auch ihren Dosisvorteil verloren – sie sind eben Auslaufmodelle.

Wenn das genügt, dann ist das OK. Aber wer die Vorzüge der 3D-Diagnostik nutzen will, findet derzeit Einstiegsmöglichkeiten vor, die so attraktiv wie nie zuvor sind.
RS

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