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4. Internationaler Kongress der ÖGEndo vom 1.-3.12. 2016 in Wien, Palais Ferstel

_1040046_webVon Dr. Matthias Holly

Die Österreichische Gesellschaft für Endodontie freut sich, über drei erfolgreiche Kongresstage berichten zu können. Mit fast 300 Teilnehmern aus dem In- und Ausland waren die Workshops und der Vortragssaal an allen drei Tagen immer gut gefüllt. Vor allem die rege Teilnahme der österreichischen Kolleginnen und Kollegen war bemerkenswert und hat alle Erwartungen übertroffen.

Schon der Auftakt des Kongresses am Donnerstag mit vier teilweise parallel abgehaltenen Workshops  (SAF mit Zvi Metzger, WSR mit Christof Pertl, DVT mit Tom Schloss und Jürgen Wollner, Ergonomie mit George Sirtes) an drei unterschiedlichen Orten war mit zahlreichen Besuchern ein erfolgreicher Start. Besonders beim Endochirurgie-Kurs im Ivoclar Trainings Center mit Prof. Christof Pertl und seinem engagierten Team wurde die vorgesehene Teilnehmerzahl überschritten.

Endo Zirkel Training

Am Freitagvormittag wurde im Arkadenhof des Palais Ferstel zum zweiten Mal in Wien das Endo-Zirkel-Training in dieser speziellen Form durchgeführt. Ein Raum, 7 Firmen, 7 Feilensysteme, 7 Demonstratoren und 70 Teilnehmer machten dieses Event zu einem richtigen Endodontic Power Workout. Trotz der zeitlichen Beschränkung von 30 min. für jedes System waren die Teilnehmer durchwegs begeistert, so viele Instrumente an einem Vormittag auszuprobieren. Der reibungslose Ablauf wurde allerdings durch die professionelle Organisation der Firmenteams und deren Referenten erst ermöglicht.

Junge Wissenschaftler

Parallel wurde die Präsentation der Jungen Wissenschaftler im großen Saal des Palais Ferstel gestartet. Prof. Ebeleseder und die weiteren Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees (Prof. Crismani und Prof. Kielbassa) konnten aus acht internationalen Referenten die drei Besten prämieren. Die Preise wurde am Ende des Kongresses an verliehen.

Die Prämierungen gingen an:

  1. Aleksandar Jakovljevic, University of Belgrade, Serbia (Oxidative stress biomarkers and bone resorption regulators in apical periodontitis – correlation with Epstein-Barr virus infection)
  2. Theresa Madaus, DPU Krems (Radiologic assessment of quality of root canal fillings and periapical status in an Austrian subpopulation – a cross-sectional study)
  3. Mateja Suk, Dental Medicine University of Zagreb (The efficacy of photon initiated photoacoustic streaming in the removal of calcium silicate based filling remnants from the root canal after rotary retreatment)

Der weitere Freitagnachmittag war mit zwei „sponsored sessions“ der reziproken Wurzelkanalpräparation gewidmet: „Shaping Canals with Confidence“ von Julian Webber, Urgestein der internationalen Endodontie und Mitentwickler mehrerer Feilensysteme.

„Reciproc blue: Why?“ von Ghassan Yared, Entdecker der reziproken Bewegung und Entwickler des gleichnamigen Systems.

Wissenschaft und Praxis

Schon der erste Vortrag am Samstag von David NJ Ricketts (Treatment Options of deep carious lesions) war gut besucht und sorgte für angeregte Diskussionen. Das hohe Interesse der Zuhörer riss auch nach dem folgenden Referat von Kerstin Galler (Advances in endodontic tissue regeneration) nicht ab und führte bereits am Vormittag zu einer halbstündigen Verspätung.

Einen Höhepunkt dürfte Prof. Matthias Zehnder aus Zürich mit seinen Überlegungen zur modernen Desinfektion des Wurzelkanalsystemes geliefert haben. Wissenschaftlich hochkarätig, aber mit den Füßen fest am praktischen Boden verankert. Prof. Zvi Metzger schloss sich ihm mit der Erläuterung der Vorgänge der Abwehrreaktion bei der apikalen Parodontitis an.

Herr und Frau Ivanovic sowie Alan Holland konnten einen guten praktischen und theoretischen Überblick hinsichtlich der Anwendung und Sinnhaftigkeit der DVT-Aufnahmen in der Endodontie geben.

Das große Finale bestritten Prof. Frank Setzer (Fakten und Fantasien über die Wurzelkanalpräparation) und Prof. Roland DeMoor (Value added cleaning and disinfection of the root canal: ultrasound, laser-activated irrigation, and nanodisinfection). Beide unterstrichen die bisherigen Errungenschaften der modernen Endodontie und zeigten interessante neue Lösungsansätze bezüglich einer immer minimalinvasiveren, aber effizienteren Desinfektion und Reinigung des Wurzelkanalsystems.

Die Kongresspräsidenten Matthias Holly und Johannes Klimscha bedanken sich gemeinsam mit dem gesamten Vorstand der ÖGEndo bei den zahlreichen internationalen Besuchern und ÖGEndo Mitgliedern für die Teilnahme und hoffen auf eine gute Erinnerung an die Veranstaltung.

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