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Das war die ZPP Roadshow

v.li: Hannes Gangl (ZPP), Prof. Dr.Bernd L. van der Heyd, Karl Kainz (GC), Michael Stuchlik (W&H), ZPP Chef Markus Pump, ZTM Otmar Siegele, Dr. Thomas Jehle und ZTM Stefan M. Roozen

Die Anfang Juni von ZPP Dentalmedizintechnik durchgeführte Roadshow rund um die Implantologie führte nach Dornbirn und Innsbruck und war ein voller Erfolg. Kein Wunder, die Themen der renommierten Referenten waren hoch interessant. Hier unser Bericht:

 

Bruno Spindler: LTS-Hybridabutments

“Beyond the limits of CAD/CAM – hoch effiziente und vereinfachende Konzepte in der Oralen Implantologie“

Basierend auf der Größe und Form natürlicher Zähne wurde im Vortrag ein Set von vorgefertigten LTS-Hybridabutments vorgestellt. Diese bestehen aus einer anatomisch ausgeformten Klebebasis mit abgewinkeltem Schraubenkanal und einem keramischen Klebekörper und sind biokompatibel miteinander verklebt. Diese Hybridabutments können ohne aufwändige digitale Vorplanung direkt bei der Implantation auf das Implantat aufgeschraubt werden.

Nach der Einheilung lässt sich die Präparationsgrenze am vorgeformten keramischen Körper hoch effizient und genau wie bei einem natürlichen Zahn intraoral mit Diamanten anpassen und nachfolgend geschlossen abformen. Dadurch wird die Dauerfestigkeit des Abutments zusätzlich verbessert, was durch aktuelle Studien belegt ist. Diese zeigen auch, dass mit diesem Workflow – im Gegensatz zum klassischen Vorgehen – Hart- und Weichgewebe erhalten, ja sogar aufgebaut werden kann und die ästhetischen Ergebnisse so auf einfache Art und Weise verbessert werden können.

Ferner wurde im Vortrag eindrucksvoll gezeigt, dass durch diesen „One Abutment – The 1st Time®“ – Workflow das Weichgewebe mit der dafür optimierten und antibakteriell beschichteten Abutmentoberfläche verwachsen kann. Das Risiko der Bildung von epithelialisierten Taschen, die zu einer Periimplantitis führen können, wird so deutlich reduziert.

Anhand von Falldarstellungen wurde ebenfalls anschaulich erläutert, dass sich mit nur sechs Grundformen an nahezu jeder Zahnposition eine vollanatomische, biokompatible und hoch ästhetische Lösung realisieren lässt, bei der die Anzahl der notwendigen Sitzungen ohne Einsatz von CAD/CAM auf ein Minimum (3-4) reduziert und die Gesamtbehandlungsdauer deutlich verkürzt werden kann. Darüber hinaus kann das LTS-Hybrid alle anderen notwendigen prothetischen Komponenten von der Deckschraube über den Gingivaformer, vom Abformpfosten bis zum Laboranalog ersetzen und ermöglicht so eine „One Component -Restoration“ mit minimaler Lagerhaltung. Gleichzeitig wird die Präzision im Workflow verbessert. Durch die deutlich verringerte Stuhlzeit und die geringeren Kosten für prothetische Komponenten lässt sich die Implantologie einem größeren Kundenkreis eröffnen, ohne dass finanzielle Abstriche gemacht oder große Anschaffungen getätigt werden müssen, was anhand einer ausführlichen Wertschöpfungskette verdeutlicht wurde.

Für den Cerec-Anwender wurde im Vortrag ebenfalls die erste abgewinkelte Klebebasis – mit und ohne Indexierung – vorgestellt. Mit diesen Titanbasen, für die auch Bibliotheken für gängige CAD-Programme (3shape®, excocad®, Dental-Wings) verfügbar sind, wurden anhand von Beispielen verschraubter Lösungen präsentiert.

 

Bernd L. van der Heyd: Aadva Implantate

Im Rahmen seines Vortrages „Qualitätssicherung in der Fertigung von Zahnimplantaten – Unterschiede und Besonderheiten“ stellte Prof.h.c.M Dr. Bernd L. van der Heyd das moderne und innovative Implantatsystem „GC Aadva“ als Bestandteil eines Gesamtkonzeptes vor.

Das in Deutschland (ZL-Mikrodent, GC) gefertigte Implantat erfüllt besonders hohe Standards der Qualitätssicherung nach japanischen Kriterien. Hierbei wird besonderer Wert auf die laufende Kontrolle der Implantatgeometrie mit extrem geringen Toleranzbereichen gelegt. Außerdem erfolgt eine stetige Analyse und Kontrolle der Oberflächenmorphologie unter dem Raster-Elektronen-Mikroskop durch die Universität in Chemnitz. Zusätzlich durchläuft jede sterile Charge die Bioburden-Analyse zur Kontrolle der KBE- Belastung (KBE = Koloniebildende Einheiten) und der Oberflächenverunreinigung.

Die Keimfreiheit und Oberflächenreinheit wurde durch eine Studie von Dohan und Ehrenfest at al bestätigt. Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, belegte diese Studie eindrucksvoll: 62 dentale Implantate  unterschiedlicher Hersteller wurden auf Keimbelastung und chemische Verunreinigungen untersucht. Nur 3 der 62 untersuchten Implantate waren frei von chemischen Verunreinigungen und Keimbelastung, unter anderem das GC Aadva Implantat.

Aufbauend auf der Expertise von GC – das Unternehmen entwickelt und fertigt Implantate seit 1990 – wurde beim Aadva-Implantatdesign ein besonderer Wert auf eine strukturerhaltende Oberflächenmorphologie und eine hohe Primärstabilität für kompromittierte Knochenverhältnisse gelegt. Einzigartig ist hier – entsprechend den Untersuchungen von Prof. Van Meerbeek – eine unterschiedliche Implantatoberfläche an Implantatschulter, Implantatkörper und Implantatapex. Die Oberflächenmorphologie wurde so ideal an die unterschiedlichen Zellreaktionen in den unterschiedlichen Bereichen angepasst, sodass eine schnellere Osseointegration stattfinden kann. Auch das Formdesign der Healing Abutments und der Abutments wurde ideal konkav gestaltet, dass sich eine stabile gut durchblutete Weichgewebsbarriere ausbilden kann (Grunder et al.).

Im zweiten Teil des Vortrages wurde der klinische Einsatz des Aadva Implantates von der Planung über das chirurgische Vorgehen mit der zahntechnischen Umsetzung bis zur prothetischen Eingliederung anhand eigener unterschiedlicher Fälle gezeigt. Passend zum Implantat wurden strukturerhaltende Techniken wie die Sofortimplantation nach Araujo et al mit und ohne Bindegewesbstransplantat oder das Vorgehen nach Kieferkamm erhaltenden Maßnahmen wie der Ridge Perservation nach Fickel et al. erläutert.

 

Thomas Jehle &  Otmar Siegele: YantaLoc Abutments – Implantatgestützte Hybridprothetik verankert auf Zirkonabutments

Dr. Thomas Jehle und Ztm. Otmar Siegele erklärten das Konzept der YantaLoc Abutments von Kulzer mit seinen Anwendungsvorteilen.

Das Abutment in fünf Angulationsstufen und zwei Ausführungshöhen ermöglicht eine einheitliche prothetische Ebene – nur diese garantiert den langfristigen Halt der Matrizen.

Durch die hochglanzpolierte Zirkonoxidoberfläche können die bekannten positiven Eigenschaften dieser Keramik optimal genutzt werden: Gewebeverträglichkeit, Plaqueresistenz und Langlebigkeit. Gerade bei Letzterem sorgen rauhe und verschlissene Oberflächen metallischer Patrizen anderer Hersteller mit mehr oder weniger starken Divergenzen zur prothetischen Ebene für Probleme. Ebenso gelangen vermehrt Verschleißprodukte (z.B. Metallmoleküle) in den Körper und es entstehen höhere Servicekosten für Praxis und Labor.

Nicht zuletzt sollte auch die ästhetische Komponente – Zahnfarbenes Zirkonoxid oder metallisches Abutment – berücksichtigt werden – zahnfarbene Materialien erreichen bei Patienten eine viel höhere Akzeptanz.

 

Stefan M. Roozen: Lithium Disilikat – Erweiterung der ästhetischen Möglichkeiten

Lithium Disilikat bietet herausragende Möglichkeiten, natürlich wirkenden Zahnersatz herzustellen. Neben der sehr guten Stabilität ist es die Eigenschaft der Lichttransmission, die das Material besonders wertvoll macht. Die keramische Schulter bei VMK Kronen ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich durch Erhöhung der Lichtdurchlässigkeit die Ästhetik enorm steigern lässt. Selbst monolithisch angewandt erzielt es sehr gute kosmetische Ergebnisse, das besonders im Seitenzahnbereich auch auf Grund der hohen Biegefestigkeit vollanatomisch zum Einsatz kommt.

Im Vortrag wurde das neue Initial Lisi Press System vorgestellt. Neben den einzelnen Komponenten wurde besonders auf die richtige Rohlingauswahl eingegangen. Farbwert, Chroma und der Erhalt des Helligkeitswertes erläuterte Roozen eindrucksvoll anhand von Patientenfällen. Ungünstige Ausgangssituationen wie zum Beispiel stark verfärbte Stümpfe wurden behandelt und zeigen die Möglichkeiten dieses Materials.

Kategorien:Veranstaltungen

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