Parodontitis

24. SVPA Tagung in Zürich

 

SVPA Präsidentin Edith Pulfer-Rechsteiner (2.v.l.) neben dem Vortragenden Dr. Michael Vock.

Zum 24. Mal trafen sich die Mitglieder des SVPA auf ihrer halbjährlichen Tagung im Swissotel Oerlikon. Über 202 Teilnehmerinnen hatten sich im Vorfeld angemeldet. Nach der offiziellen Eröffnung und Abhalten der Generalversammlung startete Dr. Michael Vock die Fachvorträge mit dem Thema „Antibiotika oder Probiotika in der Parodontitistherapie„. Dr. Vock begann zunächst mit einem anschaulichen Beispiel zur Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit von Bakterien. Seit den Neandertalern sind 30.000 Jahre vergangen, das entspricht ungefähr 1.200 Generationen. Bakterien schaffen die gleiche Anzahl an Generationen innerhalb von nur 17 Tagen. Im Unterschied zum Menschen können Bakterien Mutationen sogar horizontal, d.h. innerhalb einer Generation weitergeben und nicht nur vertikal, wie bei anderen Lebewesen üblich. Dr. Vock kam auf die Ursachen und Probleme der zunehmenden Antibiotikaresistenzen zu sprechen. Seit 2012 wurden weltweit nur noch 4 neue Antibiotika zugelassen, da die Entwicklung für die Konzerne zu wenig Rendite verspricht. Lieber wird auf Breitbandantibiotika gesetzt, die allerdings keinen Unterschied zwischen nützlichen und unerwünschten Mikroorganismen machen. Mittelfristig werden Antibiotika daher kaum mehr wirken, dafür wird zunehmend auf die Phagentherapie, Probiotika und die photodynamische Therapie gesetzt. Phagen injizieren ihr Erbgut ins Bakterium, welches dann die Virus-DNA in das eigene Erbgut integriert und damit das Verhalten der Mikroorganismen verändert. Probiotika eignen sich eher als adjuvante Behandlungsmöglichkeit, genauso wie die photodynamische Lasertherapie.

Nach dem Mittagessen setzte PH Dr. Christoph A. Ramseier, Universität Bern mit der „Speicheldiagnostik in der Zahnmedizin“ fort. Besonders spannend war die Aussicht auf zukünftige Entwicklungen: Handy-Apps oder auch elektrische Zahnbürsten, die beim Putzen in Echtzeit den Speichel analysieren können und den Anwender frühzeitig auf Risiken aufmerksam machen.

Den Schlusspunkt setzte Vera Heim von „The Coaching Company“ mit dem Thema „Gewaltfreie Kommunikation oder Wertschätzende Kommunikation“ und gab zahlreiche praktische Tipps, die sich auch im Alltag oder der eigenen Beziehung bestens umsetzen lassen. Zahlreiche Aussteller zeigten Neues und Bewährtes für den Praxisalltag.

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