In Österreich droht dem Arzt Dr. Peer Eifler Berufsverbot, weil er mit den rigiden Corona Massnahmen der Regierung nicht einverstanden ist. Christian Huemer, Redakteur der “Kleinen Zeitung” begrüsst in einem Kommentar die berufsrechtliche Prüfung der Vertrauenswürdigkeit, die das berufliche Ende des Mediziners bedeuten könnte.

Kleine Zeitung, Graz am 22.4.2020

Was ist geschehen? „Es handelt sich um eine normale, eher milde Grippewelle, die aufgebauscht wird“, erklärte der Arzt öffentlich. Die Maßnahmen der Regierung hält er für völlig überzogen. „Die Schäden, die durch Angst und Einsamkeit, vor allem bei älteren Menschen entstehen, sind völlig unverhältnismäßig. Kollateralschäden, auch in wirtschaftlicher Hinsicht, ist ein Hilfsausdruck“, so der Mediziner weiter. Mit dieser Meinung ist der Arzt auch in einem IFernsehinterview aufgetreten, doch ist er mit seiner Meinung nicht allein. Experten wie Gesundheitswissenschaftler John Ioannidis von der Stanford University warnten vor überzogenen Reaktionen auf das Coronavirus. Er prognostizierte, rückblickend werde sich Corona wie eine schwere Grippewelle darstellen. Sucharid Bhakdi, emeritierter Professor für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Universität Mainz, urteilte gar, die beispiellosen Maßnahmen zur Coronabekämpfung würden die Lebenserwartung von Millionen Menschen verkürzen, schreibt “Die Welt” in “Für den Lockdown gehen der Regierung die Argumente aus“.

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Ist ein Berufsverbot verhältnismäßig?

Die Kleine Zeitung zitiert in einem Artikel vom 22.4.20 hinter der Bezahlschranke aus einem Brief der Ärztekammer an den Mediziner: „Sie leugnen in dem Interview jegliche Richtigkeit der Information betreffend Corona.“ Außerdem würde der Arzt zum „zivilen Ungehorsam“ aufrufen und „die sofortige Beendigung aller Maßnahmen durch die Bundesregierung“ fordern. Nun ist es so, dass die offiziellen Informationen bereits von zahlreichen Fachleuten angezweifelt werden und sich die Diskussionen über die Verhältnismäßigkeit vervielfacht haben. Auch die Beendigung der angeordneten und möglicherweise nicht immer verfassungsmäßig korrekten Verordnungen wird mittlerweile von vielen Seiten verlangt. Insofern befindet sich der Arzt in guter Gesellschaft.

Darf ein Arzt, der eine Meinung frei medial äußert, die sich nicht mit der veröffentlichten deckt, mit einem Berufsverbot durch die Kammer belegt werden? Wenn ja, könnte das dazu führen, dass immer mehr Menschen aus Angst vor Repressalien auf die freie Meinungsäusserung verzichten. Das hat der große Revolutionär Mao Tse-Tung so ähnlich gesehen und praktiziert: „Bestrafe einen, erziehe hundert.“

 

 

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