Der erste Kongresstag wurde von Dr. Adham Azim aus Buffalo (USA) mit einem Vortrag zum Thema Flare-up eröffnet. Diverse, publizierte Studien zeigen hierbei auf, dass Flare-ups in zwei bis fünf Prozent der Fälle auftreten können. Anschliessend sprach Hagay Shemesh, Professor an der ACTA in Amsterdam, über die Entscheidungsfindung für Revisionen, die nicht immer einfach sind. Professor Paul Lambrechts (Belgien) zeigte eindrückliche Bilder zu den externen Resorptionen. Unterstützt durch Mikro- und Nano CT Aufnahmen erläuterte er die Pathologie der externen Resorptionen.

SSE Präsident Dr. Reto Lauper hiess die Teilnehmer willkommen

Der Grazer Professor Kurt Ebelersede zeigte in seinem Vortrag zahlreiche Fälle der deutlich selteneren, internen Resorption und stellte einen konservativen Therapieansatz vor. Anschliessend nahm Dr. Birgit Lehnert, Beisitzerin bei der SSE, Stellung zum KVG. So soll ein Schreiben die Krankenkassen dazu sensibilisieren in Zukunft Unterstützung bei der Therapie der externen zervikalen Resorptionen zu leisten.

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Bevor der erste Kongresstag mit einem Apero und einem Get-together Abendessen abgerundet wurde, hielt Dr. Adham Azim einen weiteren Vortrag zu Thema der mikrochirurgischen Wurzelspitzenresektion. Dabei kommentiere er, dass endodontische Komplikationen in vielen Fällen durch eine eindrückliche Chirurgie gelöst werden können.

Dr. Adham Azim reiste aus den USA an und hielt gleich zwei Referate.

Der Samstag startete mit einem Vortrag von Dr. Beat Suter aus Bern, der die zahlreichen Teilnehmer für die präeruptiven Resorptionen sensibilisierte. Dr. Martin Brüsehaber (Hamburg) erläuterte anschliessend die diagnostischen und therapeutischen Aspekte bei Perforationen. Ein aktuelles Forschungsfeld aus Genf stellte Prof. Serge Bouillaguet vor. Dabei geht es darum, dass die Mikrobiota auch bei endodontischen Problemen genutzt werden können. Doch das Forschungsfeld ist noch gross und weitere Versuche sollen den positiven Effekt aufzeigen.

Einen Blick über den Tellerrand bot der Vortrag vom Parodontologen und Implantologen Dr. Daniel Engler-Hamm (Hamburg), der zeigte, dass es nicht immer einfach ist eine Paro-Endo Läsion von einer schweren Parodontitis zu unterscheiden. Auch beim Referat von PD Dr. Daniel Thoma (Zürich) ging es nicht um die Endodontologie, zeigte er doch auf wie ein frühzeitiger Zahnverlust im Jugendalter ästhetisch gelöst werden kann. Den Schlusspunkt setzte die Dr. Juliane Erb (Zürich), die in ihrer Präsentation die endodontische Probleme im Wechselgebiss aufzeigte.

Professor Kurt Ebelersede (Graz) während seines Vortrags.

Eine Preisverlosung belohnte die Teilnehmer, die bis zum Ende des Kongresses ausharrten. Dabei gab es sowohl tolle Preise, die von der Industrie gesponsert wurden, wie auch eine kostenlose Kongressteilnahme am nächsten SSE Kongress zu gewinnen. Dieser wird am 15. und 16. Januar 2021 in Bern stattfinden.

www.endodontology.ch

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