Start3D Druck3D-Druck in der Zahnarztpraxis – so einfach geht's heute

3D-Druck in der Zahnarztpraxis – so einfach geht’s heute

Prime Print von Dentsply Sirona zeigt, wie ein vollautomatisierter Workflow vom Druckjob bis zum biokompatiblen Ergebnis aussieht – ganz ohne Expertenwissen

Wer glaubt, dentaler 3D-Druck sei noch immer eine Technologie für Spezialisten, hat Prime Print noch nicht gesehen. Das System von Dentsply Sirona ist konsequent auf den Praxisalltag ausgerichtet – und genau das macht es so interessant, egal ob für Zahnärzte oder Zahntechniker.

Der Kern des Konzepts ist ein durchdachter Komplettworkflow: Die Planung und der Start des Druckjobs erfolgen in der InLab CAM Software, dann übernimmt der Prime Print-Drucker – und wer sich schon einmal gefragt hat, wie ein harzbasierter 3D-Drucker wirklich in der Praxis funktioniert, bekommt hier eine klare Antwort. Denn nach dem eigentlichen Druck ist noch nicht Schluss. Das flüssige Harz an den gedruckten Objekten muss in einem zweistufigen Waschprozess entfernt und anschließend in der Post Processing Unit (PPU) unter Stickstoffatmosphäre nachbelichtet werden. Erst dieser Schritt sorgt für biokompatible, medizinproduktekonforme Ergebnisse.

Was das System besonders macht: Alle Parameter – Waschzeiten, Nachbelichtungszeiten, Materialzuordnung – sind voreingestellt und vom jeweiligen Materialpartner freigegeben. Der Anwender muss keine Gebrauchsanweisung studieren und keine Werte manuell eingeben. Ein Roboterarm übernimmt die Bewegung der Bauplattform durch das gesamte System, RFID-Tags tracken Füllstände, Haltbarkeiten und Lotnummern automatisch. Das Ergebnis: minimaler Kontakt mit unausgehärtetem Harz, kein unangenehmer Geruch dank Aktivkohlefiltern – und das System kann in jedem gut belüfteten Raum betrieben werden, ohne zusätzliche Absaugung. Für die Praxis besonders relevant ist die Materialvielfalt: 13 verschiedene Materialien stehen zur Verfügung, darunter drei Splint-Materialien mit unterschiedlichen Flexibilitätsgraden, das autoklavierbare Guide-Material für geführte Implantologie sowie Materialien für digitale Prothesen (Lucitone), Tiefziehmodelle, Arbeitsmodelle mit herausnehmbaren Stümpfen und vieles mehr. Wie der vollständige Workflow in der Praxis aussieht – vom Druckstart über das Post-Processing bis zum fertigen Objekt – zeigt das folgende Video. Sehenswert, besonders für alle, die 3D-Druck bisher als zu komplex abgehakt haben.

👉 [Hier geht’s zum YouTube-Video]

Oliver Rohkamm
Oliver Rohkamm
Immer auf der Suche nach neuen zahnmedizinischen Innovationen. Hat ein Faible für alles, was mit dem digitalen Workflow in der Zahnmedizin zu tun hat. Zusätzlich interessiert er sich für Computer und alles was zwei Räder hat. In der Freizeit ist er vor allem auf dem Motorrad, Rennrad oder Mountainbike zu finden.
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