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Heraeus Kulzer Symposium in Leipzig

Abb1_Dr.Sylke Dombrowa_Symposium Leipzig Heraeus KulzerParodontitis erfolgreich behandeln

Hanau, November 2014 – Welche Bakterien sind für eine Parodontitis verantwortlich und welche Therapien gibt es? Diese Fragen diskutierten renommierte Experten aus Mikrobiologie und Oralchirugie mit rund 70 Zahnärzten am 17. Oktober im Oldtimermuseum Da Capo in Leipzig. Der Austausch von Wissenschaft und Praxis stand im Fokus des Heraeus Kulzer Symposiums „Up-to-date Back to the roots”.

Mit einem Überblick über die Ursachen einer Parodontitis, eröffnete Dr. Sylke Dombrowa, Hain Lifescience, ihren Vortrag „Lokale Antibiotika und Therapeutika aus Sicht der Mikrobiologie“. Sie machte deutlich, dass es sich bei der Parodontitis um eine multifaktorielle Erkrankung handelt. „Neben Mundhygiene, Allgemeinerkrankungen oder Rauchen spielen Bakterien und die genetische Veranlagung eine wesentliche Rolle.“ Für eine langfristig erfolgreiche Therapie müsse deshalb die Ursache geklärt und möglichst gezielt behandelt werden.

Ein Zoo im Mund
In der Mundhöhle leben zwischen 500 und 700 verschiedene Bakterienspezies. Der Großteil sorgt für eine gesunde Mundflora. „Zwar finden wir auch parodontopathogene Keime im gesunden Mund, aber vor ihnen schützt uns das Immunsystem“, erklärte Dombrowa. Kippe das Gleichgewicht, könne sich eine Gingivitis etablieren und im schlimmsten Fall zu einer Parodontitis führen. Ziel einer PA-Therapie müsse also sein, das natürliche Gleichgewicht der Mundflora wieder herzustellen. Für die richtige Therapie müsse der Behandler wissen, welche Keime vorhanden sind. In der Komplextheorie (vgl. Socransky et al., 1999) werden die parodontopathogenen Keime farblich kategorisiert. Liege etwa eine hohe Konzentration von Keimen des roten Komplexes, wie Porphyromonas gingivalis, vor, sollte ergänzend zur mechanischen Reinigung antibiotisch behandelt werden. „Hier bieten lokale Antibiotika, wie Ligosan® Slow Release von Heraeus Kulzer, eine Alternative zu systemischen Antibiotika“, erklärte Dombrowa.

Antibiose unterstützt mechanische Therapie
Oralchirurgin Eleni Kapogianni aus Berlin unterstrich in ihrem Vortrag, dass der Therapieerfolg maßgeblich vom Zusammenspiel der instrumentellen und medikamentösen Behandlung abhänge. „Die Antibiotikagabe sollte zeitlich eng gekoppelt an die mechanische Reinigung stattfinden.“
Kapogianni sieht deutliche Vorteile in der Gabe eines lokalen Antibiotikums im Vergleich zu einem systemischen: „Wir haben mittlerweile viele Resistenzen und Allergien, vor allem bei Penizillinen.“ Da sei Ligosan mit seinem Wirkstoff Doxycyclin eine gute Alternative. „Es deckt das therapeutische Wirkspektrum weitestgehend ab.“ Einen weiteren Vorteil sieht sie in der kontinuierlichen Wirkstoffabgabe in der Zahnfleischtasche: „Durch die gezielte Applikation in die betroffene Tasche verbleibt das Gel an Ort und Stelle und gibt den Wirkstoff über zwölf Tage ab.“
Am Fall eines männlichen Patienten mit massivem Knochenverlust gab Kapogianni Tipps für den Praxisalltag mit Ligosan: „Geben Sie dem Patienten die kühlschrankkalte Zylinderkartusche zu Beginn der Behandlung zum Erwärmen in die Hand.“ So sei das Gel später fast flüssig und lasse sich leicht applizieren. „Es gelangt auch an schwer erreichbare Stellen und legt sich ideal um den Zahn.“ Statt Wattepellets empfiehlt die Oralchirurgin Schaumstoffpellets: „Damit lässt sich das überschüssige Gel gut in die Tasche drücken“.

Reparatur oder Neuanfang?
Mit einem Plädoyer für längeren Zahnerhalt eröffnete Prof. Dr. Roland Frankenberger, Philipps-Universität Marburg und Universitätsklinikum Gießen und Marburg, seinen Vortrag zum Thema „Kompositrestaurationen – State of the Art 2014“. Er forderte ein Umdenken: „Wir müssen uns endlich von der Einstellung verabschieden, dass Reparaturen Pfusch sind. Vielmehr schont Minimalinvasivität die gesunde Zahnsubstanz.“ Prof. Frankenberger zeigte an zahlreichen Fällen zeitgemäße Restaurationen mit Kompositen wie Venus® Diamond oder Venus® Pearl von Heraeus Kulzer.
Die Teilnehmer waren vom Symposium in historischer Umgebung begeistert. „Die Vorträge haben mir die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Ligosan in der Praxis aufgezeigt und neue Impulse für meine tägliche Arbeit gegeben“, so Cornelia Zumpe, Zahnärztin aus Leipzig.

Oliver Rohkamm
Oliver Rohkamm
Immer auf der Suche nach neuen zahnmedizinischen Innovationen. Hat ein Faible für alles, was mit dem digitalen Workflow in der Zahnmedizin zu tun hat. Zusätzlich interessiert er sich für Computer und alles was zwei Räder hat. In der Freizeit ist er vor allem auf dem Motorrad, Rennrad oder Mountainbike zu finden.
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