Andrea Schneidermayer eröffnete souverän anstelle von Elmar Favero die zweitägige Veranstaltung. Der erste Tag startete mit dem Workshop „Die optimierte Konkremententfernung“ zur richtigen Handhabung von Handinstrumenten, Ultraschall, sowie Air-Polishing mit gering abrasiven Pulvern. Der in vier Kleinstgruppen durchgeführte Workshop bot eine perfekte Möglichkeit zum praktischen Hands-on. Am nächsten Tag ging es mit drei Vorträgen weiter.

Neue Nomenklatur zu parodontalen und periimplantären Erkrankungen

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Den Anfang machte Univ.-Prof. Dr. Ines Kapferer-Seebacher von der Univ. Zahnklinik Innsbruck mit der letztes Jahr auf der EuroPerio9 vorgestellten „Neuen Nomenklatur zu parodontalen und periimplantären Erkrankungen“. Damit wurde erstmalig die parodontale Gesundheit definiert, die Einteilung in „chronische“ und „aggressive“ Parodontitis durch ein „Staging“ und „Grading“ ersetzt und eine neue Klassifikation für peri-implantäre Gesundheit, peri-implantäre Mukositis und Peri-implantitis verabschiedet. Dabei ist Staging – das Stadium der Erkrankung – abhängig vom Schweregrad der Diagnose und auch von der Komplexität ihrer Behandlung, während das Grading – der Grad der Erkrankung – zusätzliche Informationen hinsichtlich der Krankheitsprogression und Risiken bietet. Auch wenn die Einstufung grundsätzlich vom Zahnarzt vorgenommen werden muss, macht es Sinn sich auch im Assistenzbereich mit diesen neuen Einteilungen zu beschäftigen. Univ.-Prof. Dr. Ines Kapferer-Seebacher führte kurzweilig durch den Vortrag und zeigte anhand von dutzenden Fällen aus ihrer Praxis anschauliche Beispiele zu Einstufungen und Hintergründen.

Mundhygiene aus Patientensicht

Im Anschluß kam mit Gaby Münzer von der Mentalwerkstatt Innsbruck auch der Humor nicht zu kurz: „Mundhygiene aus Patientensicht“  war ein humoriger Blick ins Hirn eines „typischen“ Patienten. Sie teilte die Patienten in Besserwisser, Angsthasen und Nörgler ein und gab praktische Tipps im Umgang mit Ihnen. In der Praxis ahnt man kaum mit welchen kleinen Gesten man Patienten persönlicher betreuen kann. Einfach mal bei Unwohlsein direkt nachfragen, während der Behandlung die Hand auf die Schulter legen oder einfach die Patienten bewußt anlächeln.

Was die Prophylaxeassistenz wissen sollte…

Mit Univ.-Prof. Dr. Adrian Lussi von der Univ. Zahnklinik Bern ging es dann noch einmal tief ins Fachwissen. Dr. Adrian schaffte es in seinen zwei Stunden gleich vier Themen unterzubringen. Zunächst startete er mit einer ausführlichen Behandlung über Zahnpasten und ging auch für die Wirkmechanismen der unterschiedlichen Inhaltsstoffe ein. Danach ging er auf das vieldiskutierte Fluorid ein, zeigte die chemischen Zusammenhänge und die unbestrittenen Vorteile und beantwortete Fragen nach der richtigen Dosierung. Parallel gab er auch noch Hinweise auf mögliche Alternativen. Den Abschluss seines informativen Vortrags bildeten Empfehlungen zur richtigen Zahnzwischenraumreinigung.

Die mehr als 60 Assistentinnen zeigten sich begeistert und freuen sich bereits auf die „Innsbrucker Zahnprophylaxetage vom 29. bis 30. November.

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