Sonntag, Januar 23, 2022
StartSchweizWebinar-Nachbericht: Praxismanagement gewusst wie…

Webinar-Nachbericht: Praxismanagement gewusst wie…

Ende September fand das Live-Webinar mit dem Untertitel «Digitaler Prozess von der Abrechnung bis zur Zahlung» statt. Zahlreiche Interessierte loggten sich ein, um die diversen, auf den Punkt gebrachten Referate mitzuverfolgen. Gute Nachricht für all jene, die den Termin verpasst haben: Die Aufzeichnung vom Webinar kann auch jetzt noch angeschaut werden.

Die administrativen Aufgaben in einer Praxis gehören zweifelsohne zu den unbeliebtesten Aufgaben des Dentalberufs, in dessen Mittelpunkt ja die Zahnmedizin stehen sollte. Genau um diese Fokussierung auf den Patienten zu fördern, haben sich die Ärztekasse Genossenschaft, die Health Info Net AG und die Inkasso Med AG zusammengetan, um hierzu ein Intensiv-Webinar zu organisieren.

Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen

Zum Einstieg teilte Daniel Izquierdo-Hänni, Moderator des Webinars und langjähriger Praxismarketing-Referent, ein paar persönliche Überlegungen mit den Online-Teilnehmern. So erklärte er, dass die Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen sowie das entsprechende Delegieren von administrativen Aufgaben die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg eines jeden Unternehmens ist, zu welchen ja auch eine Zahnarztpraxis gehören. Nicht unwichtig ist die Tatsache, dass man mit dem Freischaufeln von unbeliebten Arbeiten Zeit gewinnt – für sich, für die Familie oder für ein Hobby. Stichwort «Work-Life-Balance».

Cyberkriminalität und Datenschutz im Gesundheitswesen

Dass es sich bei den Patientenangaben und der Krankengeschichte um sensible Daten handelt, die auch entsprechend geschützt werden müssen, wissen eigentlich alle, die im Gesundheitswesen und in der Zahnmedizin tätig sind. In seinem Vortrag ging Manfred Züger, Account Manager bei der Health Info Net AG (HIN) überaus praktisch und praxisorientiert auf diese Tatsache ein. Er erklärte nicht nur, welche Gesetzesparagrafen zum Tragen kommen, sondern zeigte auch auf, wie schnell Sicherheitslecks entstehen können und auf was man achten sollte, um IT-Probleme zu vermeiden. Als Beispiel aus dem Alltag stellte Manfred Züger die Frage, wie viele schon vom Computer zu Hause oder vom privaten Mobiltelefon auf Geschäfts- und Patientendaten zugegriffen haben und dabei nicht daran gedacht haben, dass dabei Datenlecks entstehen könnten. «Datenschutz ist Patientenschutz», erklärte Manfred Züger, der weiss, wovon er spricht. Ist die HIN doch eine Tochtergesellschaft der FMH und der Ärztekasse Genossenschaft und ist somit auf das Gesundheitswesen spezialisiert.

In seinem Vortrag erklärte Thomas Ulrich, Leiter Inkasso Med AG, die Bedeutung des sachgerechten Umganges mit Mahnungen.

Administrative Unterstützung für Zahnarztpraxen

Beim zweiten Vortrag meldete sich Alessandro Cesarini, Leiter Marketing und Verkauf bei der Ärztekasse zu Wort. Gleich zum Einstieg erklärte er, dass die Ärztekasse bereits 1964 von visionären Medizinern gegründet worden ist mit dem Ziel, sich selbst von nicht-medizinischen und administrativen Aufgaben zu entlasten. Als Genossenschaft organisiert, reinvestiert die Ärztekasse ihre unternehmerischen Gewinne in die Optimierung bestehender Produkte sowie in die Entwicklungen neuer Dienstleistungen. Wie breit diese Leistungspalette ist und in welchen Bereichen die Ärztekasse eine Praxis kompetent, effizient und nicht zuletzt auch zu attraktiven Konditionen unterstützen kann, erklärte Alessando Cesarini im weiteren Verlauf seines Vortrags. Dabei erwähnte er unter anderem die Bonitätsprüfung der Patienten, die mittels eines einfachen Ampelmodells dargestellt wird, oder die Erkenntnis, dass der Absender «Ärztekasse» auf den Rechnungen Zahlungsfristen wesentlich verkürzt und die Zahlungsmoral erheblich verbessert.

Fokussiertes Debitorenmanagement

Es gibt wohl nichts ärgerliches, als sich mit offenen Rechnungen herumschlagen und Patienten mit Mahnungen anschreiben zu müssen. Nicht nur der administrative Aufwand ist gross, sondern auch das grundlegende Vertrauensverhältnis zwischen Zahnarzt und Patient kann darunter leiden. Genau darauf ging Thomas Ulrich, Leiter der Inkasso Med AG, als dritter Referent im Live-Webinar ein. So zeigte er unter anderem auf, welche Spannungsfelder im Praxisalltag aus Finanzsicht entstehen können und wie man diesen entgegenwirken kann. Ebenso erklärte er, wie aufwendig die Klärung von offenstehenden Rechnungen ist – sowohl im Sinne des manuellen Aufwandes wie auch im Verlust wertvoller Zeit. «Eine Zeit, die man besser seinen Patienten widmen sollte», meine Thomas Ulrich während seinen Ausführungen.

Drei Themen, drei Mal auf den Punkt gebracht

Das man über die jeweiligen Themen durchaus länger hätte sprechen und diskutieren können, liegt auf der Hand. Das Ziel des Webinars bestand jedoch darin, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die nicht-medizinischen respektive administrativen Aufgaben in der Zahnmedizin zu sensibilisieren, und auf die Tatsache hinzuweisen – da waren sich alle Referenten einig – dass sich Dentalprofis einzig und alleine um das Wohl ihrer Patienten kümmern sollten. Zufriedene Patientinnen und Patienten sind wertvoll für eine erfolgreiche Mund-zu-Mund Propaganda und das ist, last but not least, sehr wichtig für die Zukunftsaussichten der eigenen Zahnarztpraxis.

Webinar weiterhin Online

Wer das Live-Webinar von Ende September verpasst hat, oder wer sich den einen oder anderen Vortrag nochmals anschauen möchte, der kann dies auch weiterhin tun. Ebenso beantworten die Referenten allfällige Fragen gerne weiterhin schriftlich.

www.intrum.ch/Webinar_Praxismanagement_2021.09.29/

 

Daniel Izquierdo-Hänni
Der Schweizer Marketing- und Kommunikationsprofi Daniel Izquierdo-Hänni ist seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn auch journalistisch tätig, die Dentalbranche kennt er seit über fünfzehn Jahren bestens. Unter anderem gibt er seit über zehn Jahren Kurse zu den Themen Praxismarketing und Patientenkommunikation in der Zahnmedizin. Als Autor beim Dental Journal kann er seine beiden Kompetenzfelder ideal miteinander verbinden. Privat und beruflich pendelt er zwischen seiner ehemaligen Heimatstadt Basel und seinem Wohnort Valencia/Spanien hin und her.
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