Ausgehend von seinen frühen Erfahrungen mit konventionellen prothetischen Versorgungen, die zwar funktionierten, jedoch langfristig häufig zum Zahnverlust führten, entwickelte Magne konsequent eine Philosophie: Restaurationen dürfen versagen – aber niemals der Zahn. Diese Denkweise prägt seine Materialwahl bis heute. Komposite spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie mechanische Eigenschaften von Schmelz und Dentin vereinen und antagonistenfreundlich sind.
Besonders spannend ist für Magne die Entwicklung glasfaserverstärkter Komposite (FRCs). Durch ihre hohe Bruchzähigkeit und die Fähigkeit zur Rissüberbrückung eröffnen sie neue Möglichkeiten für langlebige, direkte Versorgungen – insbesondere im Seitenzahnbereich. Entscheidend sind dabei Materialparameter wie die Faserlänge und -orientierung, die eine gleichmäßige Kraftverteilung ermöglichen.
Neben materialwissenschaftlichen Fortschritten sieht Magne auch in digitalen Technologien und dem 3D-Druck großes Potenzial. Perspektivisch könnten druckbare, hochgefüllte oder sogar faserverstärkte Materialien die restaurative Zahnmedizin grundlegend verändern.
Warum Magne dennoch vor einem unkritischen Einsatz moderner Materialien warnt, weshalb direkte Komposittechniken aus seiner Sicht unterschätzt werden und welche Rolle Ausbildung und Mentoring für die nächste Generation spielen – das lesen Sie im vollständigen Interview in unserer nächsten Printausgabe im April 2026.





